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Behörden stuften Amri als Gefährder mit „eher unwahrscheinlichem“ Anschlagsrisiko ein

Ansi Amri wurde von den Sicherheitsbehörden als Gefährder der Stufe 5 gesehen, das Anschlagsrisiko galt als „eher unwahrscheinlich“.

Die Kommission Staatsschutz hat bei ihrer Einschätzung der Gefahr, die von dem späteren Berlin-Attentäter Anis Amri ausgehen könnte, auf ein achtstufiges, internes „Prognose-Modell“ des Bundeskriminalamtes (BKA) zurückgegriffen. Die acht Gefährderstufen liegen dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) exklusiv vor. Danach teilt das BKA Gefährder in folgende Kategorien ein: Mit einem gefährlichen Ereignis ist zu rechnen (Stufe 1), mit hoher Wahrscheinlichkeit zu rechnen (Stufe 2). Der Eintritt eines gefährdenden Ereignisses ist wahrscheinlich (Stufe 3), wenig wahrscheinlich (Stufe 4), eher unwahrscheinlich (Stufe 5), unwahrscheinlich (Stufe 6), eher auszuschließen (Stufe 7) sowie auszuschließen (Stufe 8).

Der Staatsschutz schätzte die Möglichkeit eines durch Anis Amri verübten Attentats nach monatelanger Beobachtung wenige Wochen vor dem Anschlag als „eher unwahrscheinlich“ ein (Stufe 5). Der Stufenkatalog ist für die einzelnen Bundesländer nicht bindend. Er sieht keine feste Kriterien vor, nach denen mögliche Gefährder eingeordnet werden müssten.