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Bund trägt zur Vermüllung der Meere bei

Der Staat subventioniert mit etwa 780 Millionen Euro jährlich die Herstellung von Kunststoffen, die Umwelt und Meere vermüllen.

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des unabhängigen „Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft“ im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion, über die das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Samstagausgabe) berichtet. Die Subventionierung vollzieht sich dadurch, dass der Rohstoff Rohbenzin nicht besteuert wird. „Meere versinken immer mehr im Plastikmüll, die Strände vermüllen weiter -  das geht auch auf die Kappe der Bundesregierung, denn die Herstellung dieser Kunststoffe wird ohne Not subventioniert“, sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter dem RND. „Die nächste Bundesregierung muss diesen steuerlichen Fehlanreiz endlich aus dem Weg räumen und stattdessen in Ressourcen- und Umweltschutz investieren.“ Die Grünen hatten die Studie zur Verschmutzung der Meere anlässlich des heutigen internationalen „Coastal Cleanup Day“ in Auftrag gegeben. Umweltorganisationen rufen zum Müllsammeln an Stränden auf.