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Bundeswehrverband: Mehrausgaben für Verteidigung dringend notwendig

Der Bundeswehrverband unterstützt Forderungen der neuen US-Regierung an Deutschland und Europa, möglichst rasch mehr Geld für Verteidigung auszugeben.

„Falsche Versprechungen in Richtung USA wären fatal“, sagte Verbandschef André Wüstner gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Im Mai komme US-Präsident Donald Trump auf den Nato-Gipfel nach Europa. Er werde sich sicherlich nicht damit zufrieden geben, wenn Deutschland das Thema in die nächste Legislaturperiode verschiebt.

Laut Wüstner sind Mehrausgaben dringend notwendig. „Die Truppe verfügt nur noch über 40 Prozent der eigentlich notwendigen einsatzfähigen gepanzerten Fahrzeuge. Flugzeuge und Hubschrauber sind am Minimum. Die Munitionsbestände sind verantwortungslos niedrig.“

Wüstner plädierte für einen Stufenplan, um Verlässlichkeit im Bündnis zu demonstrieren und die volle Einsatzkraft der Bundeswehr herzustellen. Die Politik müsse verstehen, dass es um die brüchige Sicherheitsarchitektur Europas gehe. Mehr Geld sei allein deshalb dringend notwendig, um vorhandene Lücken zu schließen und die unerlässliche Cyber-Abwehr aufzubauen. „Deutschland braucht eine neue personelle Obergrenze der Bundeswehr von mindestens 200 000 Soldaten, um abzüglich des Ausbildungsunfangs jederzeit rund 170.000 Soldaten aktiv verfügbar zu haben“, sagte Wüstner dem RND.