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Christian Schmidt möchte erster Bundesheimatminister werden

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) wäre gern der erste Bundesheimatminister der nächsten Bundesregierung.

In einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagte Schmidt: „Wir dürfen nicht zulassen, dass sich die Menschen auf dem Land abgehängt fühlen.“ Die Fraktionsvorsitzenden der Union in Bund und Ländern fordern übereinstimmend ein solches Heimatministerium auf Bundesebene. „Für eine Politik aus einem Guss müssen wir darüber reden, wie wir die Aktivitäten der Bundesregierung für die ländlichen Räume in einem Haus konzentrieren“, sagte Schmidt. Es werde viel über die Metropolen und die globalen Probleme geredet, aber die Herausforderungen der Menschen auf dem Land hätten wenige auf dem Schirm. Deshalb brauche man ein Heimatministerium, „als eine starke Stimme für die Menschen auf dem Land“, sagte der Minister.  

Das bisherige Landwirtschaftsministerium müsste um den Bereich Heimat ergänzt werden, „weil mein Haus schon heute die größte Expertise auf dem Gebiet der ländlichen Entwicklung hat“, sagte der CSU-Politiker. Bei ihm gebe es die Konzepte und die Förderprogramme. Außerdem sei und bleibe die Landwirtschaft das soziale Rückgrat der ländlichen Räume.

Entscheidend für den Erfolg sei eine ganzheitliche Förderung der ländlichen Räume, die dazu notwendige Grundgesetzänderung müsste in der kommenden Legislaturperiode angegangen werden. Schmidt: „Natürlich müssen auch die Förderprogramme finanziell weiter gestärkt werden. Vor allem aber müssen wir die Digitalisierung auf dem Land rasch vorantreiben.“ Sie biete ein enormes Potential, weil sie unabhängig von städtischen Strukturen mache. „Mit schnellem Internet erhält das Landleben ganz neue Perspektiven“, betonte Schmidt.