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DIHK erwartet steigende Investitionen deutscher Firmen im Iran

Der deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet mit deutlich stärkerem Engagement deutscher Unternehmen im Iran – vorausgesetzt, bei der Präsidentschaftswahl am Freitag gewinnen die Befürworter der wirtschaftlichen Öffnung.

„Wenn sich die moderaten Kräfte durchsetzen, wird das deutsche Engagement im Iran noch einmal deutlich steigen“, sagte DIHK-Außenhandelschef Volker Treier dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Zurzeit spüren wir eine gewisse Zurückhaltung auch wegen der anstehenden Wahlen“, fügte Treier hinzu.

Gut eineinhalb Jahre nach dem Wegfall der Sanktionen sieht Treier, der auch stellvertretender Hauptgeschäftsführer des DIHK ist, das Land auf einem guten Weg – allerdings benötige das Land noch mehr Zeit. „Der Handel hat sich deutlich belebt. Die deutschen Exporte haben zugelegt, allein im vergangen Jahr um 25 Prozent auf jetzt 2,5 Milliarden Euro“, sagt Treier. „Mittelfristig ist ein Exportvolumen von 5 Milliarden Euro realistisch. Bis wir das erreichen, dauert es aber etwas länger“.

Probleme sieht der Experte im Bankensystem und bei der hohen Jugendarbeitslosigkeit, die immer noch bei fast 30 Prozent liege. „Durch die lange Abschottung haben die Unternehmen einen technologischen Rückstand“, sagte Treier. „Es dauert, bis der aufgeholt ist.“