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Deutsche Doppelstaatler dürfen in die USA einreisen

Doppelstaatler müssen kein Einreiseverbot in die USA mehr fürchten. Für sie gilt das von US-Präsident Donald Trump per Dekret verfügte Einreiseverbot nicht.

Das bestätigte Jürgen Hardt, Transatlantikkoordinator der Bundesregierung, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) unmittelbar nach Gesprächen mit Vertretern des amerikanischen Außenministeriums.

„Die Einreisevoraussetzungen für Doppelstaatler wurden in den ursprünglichen Modus zurückgeführt. Deutsche, die auch einen Pass der sieben vom Einreisebann betroffenen muslimischen Länder haben, können ab sofort wieder ein Einreisevisum zu den bisherigen Bedingungen beantragen“, sagte Hardt dem RND. Es gelte die Rechtslage vor der Erlassung des Einreise-Dekrets durch den US-Präsidenten. „Die betroffenen 130.000 Deutschen können ihr Visum zu den bisherigen Bedingungen beantragen“, betonte der CDU-Politiker. Das Dekret sei in der Praxis deutlich entschärft worden. „Dennoch bleibt das Einreiseverbot für Menschen aus den mehrheitlich muslimischen Ländern Syrien, Iran, Irak, Sudan, Somalia, Libyen und Jemen eine politisch falsche Maßnahme“, sagte Hardt im Gespräch mit dem RND.

Die Einschätzung des britischen Außenministers Boris Johnson, wonach britische Doppelstaatler von der Einreiseregelung ausgenommen seien, wies Hardt zurück. „Für Großbritannien hat es keine Sonderregelung gegeben. Da lag wohl eine Überinterpretation durch den britischen Außenminister vor“, sagte Hardt dem RND.