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Entwicklungsminister Müller: Deutsche Aufbauarbeit muss weitergehen

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat vor einem Stopp der Entwicklungszusammenarbeit nach den jüngsten blutigen Anschlägen in Afghanistan gewarnt.

Den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland  sagte Müller: „Den Kopf in den Sand stecken löst doch kein Problem. Terroristen wird es immer geben.“ Müller verwies auf die Erfolge der Aufbauhilfe am Hindukusch. So gingen inzwischen zwei Drittel der Mädchen in Schulen und für knapp 80 Prozent der Bürger sei eine medizinische Versorgung gesichert. „Ein Anschlag stellt nicht all diese Erfolge in Frage in einem Land, das mehrfach so groß ist wie Deutschland.“

Man habe allerdings Fehler bei der Vernetzung von militärischer und ziviler Hilfe gemacht. Diese gelte es beim momentan großen Einsatz der Bundeswehr in Mali zu vermeiden. „Da sind in Afghanistan in den vergangenen 15 Jahren Fehler gemacht worden“, sagte Müller. „Das muss man in Mali in Zukunft anders machen.“