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Ex-Außenminister Fischer verteidigt Seehofer und verhöhnt die jungen Merkel-Gegner in der CDU

Der ehemalige Grünen-Spitzenpolitiker Joschka Fischer spottet über die parteiinternen Gegner von CDU-Chefin Angela Merkel.

In einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Freitagsausgaben) sagte Fischer: „Das wird nichts, wenn man immer nur mit Gummimessern hin- und her wackelt.“ Wer von den Jungen in der Union meine, man müsse einen Wechsel herbeiführen, „der soll das mit demokratischen Mitteln und offenem Visier versuchen“, sagte Fischer. „Wenn es jetzt zu einer Großen Koalition kommt, wird es die letzte Amtsperiode von Angela Merkel sein. Schon jetzt ist die Union von der ungeklärten Nachfolgefrage schwer kontaminiert“, vermutet der ehemalige Vizekanzler in der Ära von Gerhard Schröder. Den Sozialdemokraten  riet Fischer angesichts der Führungsdebatte in der Union: „Die SPD sollte also vor der nahen Zukunft eigentlich keine Angst haben.“

Mit Blick auf die Durchhalteschwierigkeiten von Horst Seehofer als Ministerpräsident und CSU-Chef hat der jetzt im Beratungsgeschäft tätige Fischer Trost parat: „Dankbarkeit ist keine politische Kategorie. Seehofer hat die CSU in schwierigster Zeit aus der Depression geholt“, meinte Fischer. „Er ist auch kein Chorknabe, der die Hände nur zum Beten faltet. Aber es ist nicht sehr christlich und der Adventszeit angemessen, wie seine eigenen Leute jetzt mit ihm umgehen.“