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Ex-SPD-Chef Engholm nach Jamaika-Aus für Große Koalition

Nach dem Scheitern eines Jamaika-Bündnisses fordert der frühere SPD-Chef Björn Engholm seine Partei auf, erneut eine Große Koalition mit CDU und CSU einzugehen.

„Bevor Deutschland monatelang sowohl in der Außen- als auch in der Innenpolitik handlungsbeeinträchtigt ist, sollten die Sozialdemokraten eine Koalition mit der Union erwägen“, sagte Engholm den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (Dienstagausgaben). Eine solche Regierungsbildung sei aber nur ohne die CDU-Vorsitzende Angela Merkel denkbar. „Ich kann mir eine Koalition von Union und SPD unter Merkel nicht vorstellen, sehr wohl aber eine Koalition ohne die zurzeit geschäftsführende Kanzlerin“, erklärte der ehemalige SPD-Bundesvorsitzende. Er habe sich gewünscht, „dass die SPD vor ihrer Entscheidung zu Neuwahlen zuerst mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gesprochen hätte“. Das Verhalten der FDP, die Sondierungsgespräche zu beenden, nannte Engholm „verantwortungslos“.