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FDP will Sozialabgaben vom Arbeitseinkommen abkoppeln und Wertschöpfungsabgabe einführen

Zur Sicherung des bisherigen Rentenniveaus in einer älter werdenden Gesellschaft fordert die FDP eine Wertschöpfungsabgabe und vom Arbeitseinkommen abgekoppelte Rentenbeiträge.

Parteivize Wolfgang Kubicki sagte den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND): „Entweder wir schaffen jährlich eine Zuwanderung von bis zu 400 000 jungen, gut ausgebildeten Leuten oder wir sichern unser Rentenniveau durch die Abkoppelung der Sozialabgaben vom Faktor Arbeit, beispielsweise durch die Einführung einer intelligenten Wertschöpfungsabgabe.“

Dieser zukunftssichere Umbau der Alterssicherung  könnte zu einem der zentralen Projekte einer möglichen schwarz-grün-gelben Koalition auf Bundesebene nach der nächsten Bundestagswahl werden, sagte Kubicki, der an diesem Freitag seinen 65. Geburtstag feiert.

Zu seinen Ambitionen zur Bundestagswahl sagte Kubicki: „Mittlerweile bin ich auch sittlich und moralisch so gefestigt, dass ich in Berlin arbeiten und leben kann – aber nicht bis zum Jüngsten Gericht.“ In einer Rückschau auf seine Leistungen sagte Kubicki: „Selbstüberschätzung ist das Schlimmste, was einem passieren kann.“ Der verstorbene Guido Westerwelle ist für Kubicki der erfolgreichste FDP-Politiker aller Zeiten, da er für die Liberalen das beste Wahlergebnis aller Zeiten eingefahren habe.

Um als Partei bei den Wählern Erfolg zu haben riet Kubicki dazu, weniger auf Programme, sondern mehr auf die Performance von Politik Wert zu legen. „Die Parteien und Politiker werden gewinnen, die ein akzeptiertes Lebensgefühl vermitteln.“ Die FDP habe wieder gute Chancen auf die Rückkehr in den Bundestag, „weil wir für das optimistische Lebensgefühl stehen“.