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Fall al-Bakr: Opposition sieht Parallelen zum NSU-Debakel

Im Fall al-Bakr zieht die Opposition in Berlin Parallelen zum Versagen der Sicherheitsbehörden bei der Verfolgung der rechtsextremen Terrorgruppe NSU.

„Erneut wusste die rechte Hand nicht, was die linke tut. Die Kooperation von Polizei und Inlandsgeheimdienst war gelinde gesagt holprig", sagte die Linken-Geheimdienstexpertin Martina Renner dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Unmittelbar vor der Befragung von Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen und Generalbundesanwalt Peter Frank vor dem Innenausschuss des Bundestages warf Renner Polizei und Verfassungsschutz vor, unprofessionell gehandelt zu haben.

„Ich frage mich, ob der Verfassungsschutz die Polizei zeitnah und umfassend genug informiert hat. Immerhin ist er gesetzlich verpflichtet, bei Kenntnis von Planungen zu schweren Straftaten die Polizei zu unterrichten und die Federführung abzugeben. Dass das in der Vergangenheit oft nicht der Fall war, zeigen die Fahndungsmisserfolge beim NSU-Kerntrio.

Dazu kommen weitere Fragen: Wer hat al-Bakr überhaupt observiert? Warum flog die Observation auf? Seit wann wusste man von Sprengstoff? Das Vorgehen der Sicherheitskräfte wirft nicht wenige Fragen auf", erklärte die Linken-Politikerin.