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Fatih Akins NSU-Film wird von rechts angefeindet

Fatih Akins NSU-Film „Aus dem Nichts“ stößt auch in den USA seit dem Aufmarsch der Rechten in Charlottesville auf reges Interesse.

„Dieser Vorfall hat Amerika ins Herz getroffen, ja, ein Trauma ausgelöst. Und nun entdecken sie einen Film, der aus der Perspektive von Opfern rechtsradikaler Gewalt erzählt. Über diesen Umweg wird den Amerikanern plötzlich klar, wie breit und tief der Rassismus überall auf der Welt verankert ist“, sagte Akin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Akins Film „Aus dem Nichts“ mit Diane Kruger in der Hauptrolle ist der deutsche Oscar-Kandidat und startet am 23. November in den deutschen Kinos.

In Deutschland erlebt Akin schon jetzt Anfeindungen von rechter Seite: „Im Internet findet sich viel Ablehnung“, sagte der Regisseur dem RND. Drohungen ist der Filmemacher gewohnt: „Vor ein paar Jahren stand ich als Ziel auf einer rechtsextremen Internetseite“, sagte Akin. Er  hätte zu den NSU-Zielen zählen können: „Ich habe schwarze Haare, meine Eltern sind aus der Türkei.“ Angst will der 44-Jährige nicht zulassen: „Ich habe versucht, das als Kompliment zu nehmen. Immerhin ist es gelungen, den Feind zu provozieren. Ich muss also irgendwas richtig gemacht haben“, so Akin. Und weiter: „ Angst macht aber auch wieder wütend und treibt einen an.“