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Früherer Linken-Chef Ernst schlägt Gysi als Vermittler für zerstrittene Führungsriege vor

Im weiter schwelenden Machtkampf bei den Linken zwischen den Fraktionschefs Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch sowie den beiden Parteichefs Katja Kipping und Bernd Riexinger schlägt der frühere Linken-Chef Klaus Ernst ein innerparteiliches Mediationsverfahren vor.

„Der nach wie vor bestehende Konflikt zwischen den vieren muss gelöst werden. Ansonsten fliegt der Laden auseinander“, sagte Ernst dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Mittwoch. „Als Vermittler in diesem freiwilligen Verfahren kann ich mir Gregor Gysi hervorragend vorstellen. Ziel muss sein, dass die Spitzen von Partei und Fraktion wieder geschlossen agieren“, sagte Ernst. „Sie dürfen nicht mehr übereinander reden, sie müssen miteinander reden.“ Der frühere Gewerkschafter sagte, dass er sich keinem Flügel zugehörig fühle und in der Kritik an der Flüchtlingspolitik der Linken mit Wagenknechts kritischen Positionen übereinstimme. Er kritisierte jedoch, dass die Fraktionsvorsitzende in einem Brief an die Abgeordneten  - „und damit quasi öffentlich“ -  den Parteichefs Intrigen und Mobbing vorgeworfen  sowie mit ihrem Rückzug gedroht hatte. „Management by Erpressung geht gar nicht“, sagte Ernst. Führe sie die Auseinandersetzungen in dieser Art weiter, werde Wagenknecht verlieren, meint Ernst. „In der Partei steht die Mehrheit hinter Kipping und Riexinger