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Fuchs warnt Merkel vor einem „Wettbewerb um den größten Sozialpopulisten“

In der Union ist offener Streit um die richtige Abwehrstrategie gegen die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Martin Schulz ausgebrochen.

Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs, zuständig für Wirtschaft, warnte jetzt Fraktionschef Volker Kauder und Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem Versuch, mit der SPD in einen „Wettbewerb um den größten Sozialpopulisten“ einzutreten. Sowohl Kauder als auch die Kanzlerin hatten zuletzt in der Unionsfraktion dafür geworben, die Managergehälter mit einer gesetzlichen Regelung zu begrenzen – als Reaktion auf ähnliche Pläne der SPD.

Gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagte Fuchs, es sei „falsch“, wenn die Union jetzt „ihre Grundsätze über den Haufen schmeißt“, nur weil die SPD das Thema vorgebe, die sich aber bei VW selbst als „zügellos“ erweise. Die Union könne diesen Sozialpopulismus-Wettbewerb nicht gewinnen „und die Leute glauben dabei sowieso eher der SPD als uns“, sagte Fuchs. Es müssten gleiche Spielregeln gelten, „egal, ob es sich um Star-Manager oder um Star-Fußballspieler oder um Star-Journalisten handelt“. So wie bei der Höhe des Mindestlohns habe sich die Politik auch bei den Managergehältern „strikt rauszuhalten“.

Statt mit der SPD den Negativ-Wettbewerb aufzunehmen, solle die Union im Wahlkampf lieber „die positiven Dinge herausstellen“. Schließlich stehe Deutschland beim Arbeitsmarkt, bei den Renten und bei den Einkommen bestens da.