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Gabriel warnt vor Wahlkampf wie in den USA

SPD-Chef Sigmar Gabriel hat die Parteien in Deutschland vor einem Wahlkampf wie in den USA gewarnt.

„Die Respektlosigkeit, die Beleidigungen und Verleumdungen, die dort üblich sind, finde ich abstoßend“, sagte Gabriel den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland. Gerade in einer Zeit, in der die Gesellschaft sich radikalisiere, sollten die demokratischen Parteien einen fairen Wahlkampf führen. „Der kann in der Sache hart sein, aber der Respekt vor den anderen Parteien muss immer sichtbar bleiben.“

Den Twitter-Beitrag des nordrhein-westfälischen AfD-Vorsitzenden, der die Terroropfer am Berliner Breitscheidplatz „Merkels Tote“ genannt hatte, nannte Gabriel ein „widerwärtiges Beispiel“ für Hasskampagnen in den digitalen Medien. „Wir sollten nicht in gleicher Weise antworten – und schon gar nicht zwischen den demokratischen Parteien so miteinander umgehen.“

Gabriel fügte hinzu: „Wir haben jetzt als Deutsche eine historische Chance.“ Angesichts autoritärer Strömungen in aller Welt könne ein fairer Wahlkampf in Deutschland in diesem Jahr „über unser Land hinaus ein Zeichen setzen für das Funktionieren der liberalen und sozialen Demokratie“.