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Grünen-Nachwuchs warnt Parteiführung vor Kompromiss bei Familiennachzug

Die Grüne Jugend, Nachwuchsorganisation der Grünen, warnt die Führung der Partei vor Kompromissen beim Familiennachzug.

„Wir stehen vor einer Zerreißprobe. Ich bin in eine Partei eingetreten, die Teil des progressiven linken Lagers ist und nicht mit Scheuer, Dobrindt oder Seehofer regieren möchte“, sagte Ricarda Lang, Sprecherin der Parteijugend, in einem  gemeinsamen Interview mit den Vorsitzenden der Nachwuchsorganisationen von FDP und CDU mit den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (Samstagausgaben).  „Das Ergebnis muss ja auch vor der Basis bestehen.“
Beim Familiennachzug „sehe ich für die Grünen aus ihrem Selbstverständnis heraus keine Kompromissmöglichkeit“, so Lang. Insgesamt hätten die Sondierungen bisher gezeigt: „Jamaika ist bisher weder jung noch modern.“ Es sei „doch alles unglaubwürdig“, wenn einerseits die Erhöhung der Erbschaftssteuer die Einführung einer Vermögenssteuer  blockiert werde, stattdessen aber mit der Abschaffung des Soli die Besserverdienenden gehätschelt werden sollten. „Eine Regierung die sich im Streit verliert, die sich beschimpft, die poltert, stößt die Leute ab und bringt die Gesellschaft nicht voran. Ich kann keine gemeinsame Zielsetzung für Jamaika sehen“, meinte die Sprecherin der Grünen Jugend. „Mit Grausen denke ich an 2018, wenn es für die CSU bei den Landtagswahlen um alles oder nichts geht. So, wie die sich heute schon aufführen. Keiner weiß doch, was Seehofers Zusagen von heute morgen noch wert sind.“