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Hans Meyer: „Bundesliga-Schiedsrichter sind unterbezahlt“

Trainer-Urgestein Hans Meyer nimmt die Schiedsrichter in der Fußball-Bundesliga in Schutz

„Ich glaube, wir können uns in Deutschland glücklich schätzen, weil wir in der Breite und der Spitze gute Schiedsrichter ausbilden und zum Einsatz bringen. Die meisten Spiele laufen von ihrer Leitung her gut ab und rechtfertigen meiner Meinung nach selten die medialen Reaktionen“, sagte der ehemalige Trainer von Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC und dem 1. FC Nürnberg dem Fußballportal SPORTBUZZER.
Auch am vergangenen Wochenende standen einige Unparteiische wieder im Fokus. Der Elfmeterpfiff von Felix Zwayer für den 1. FC Köln nach einem Kopfballduell zwischen Ingolstadts Almog Cohen und Kölns Yuya Osako wurde vor allem auf Ingolstädter Seite diskutiert. In Darmstadt stand Schiedsrichter Frank Willenborg beim Spiel gegen den FSV Mainz 05 im Fokus, als er ein Handspiel von Darmstadts Sandro Sirigu im Strafraum übersah.
Meyer gibt gegenüber dem SPORTBUZZER zu bedenken: „Manchmal hat der Schiedsrichter den kompliziertesten Job eines Spiels: ein Scheißspiel, Scheißverhalten der Akteure und/oder Trainer, komplizierte Regelsituationen und ein unglücklicher, schlechter Tag des Referees. Dann ist das Geschrei nach technischen Neuerungen wieder groß.“ Daher wünscht sich Meyer, „dass man nicht zu oft von Theoretikern die Regeln ändern lässt und beim Videobeweis nur die Torkamera installiert“.
Der 74-Jährige, der im Präsidium von Borussia Mönchengladbach sitzt, fordert daher eine bessere Bezahlung der Bundesliga-Schiedsrichter, „denn der Job scheint mir deutlich unterbezahlt“.