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Hendricks: Sozialer Wohnungsbau nimmt zu

In Deutschland hat die Zahl neuer Sozialwohnungen zugenommen. Bundesweit wurden im vergangenen Jahr 14.653 Sozialwohnungen neu gebaut - ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent.

Gegenüber 2013 nahm die Zahl sogar um 33 Prozent zu. Das geht aus einer Antwort von Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland vorliegt.

Die Vizefraktionschefin der Linken, Caren Lay, kritisierte den Zuwachs als zu gering und "Tropfen auf den heißen Stein". Jährlich fielen bis zu 100.000 Sozialwohnungen weg. Lay bezifferte das Minus für 2015 auf annähernd 85.000 Wohnungen. "Besonders erschreckend ist, dass einige Bundesländer gar keine Sozialwohnungen gebaut haben", erklärte die Linken-Politikerin. Dazu zählten Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und das Saarland. Lay warf einigen Bundesländern vor, nicht genutzte Gelder für Sozialwohnungen in die Förderung von Eigenheimen umzulenken. Sie schätzt den Bedarf an neuen Sozialwohnungen auf gegenwärtig 4,3 Millionen.

Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums schöpfen viele Bundesländer die Fördermittel für sozialen Wohnraum nicht aus. Die Gelder verfielen. Lay forderte die Bundesregierung auf, jährlich zusätzlich fünf Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen, um den Bedarf decken zu können.