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Islamist hatte am Anschlagstag Kontakt zu Amri

Mindestens einer der mutmaßlichen Islamisten, deren Berliner Wohnungen am Donnerstag von der Polizei durchsucht wurden, hatte am Tag des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt Kontakt zum Attentäter Anis Amri. Das geht aus Ermittlungsakten hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegen.

Mindestens einer der mutmaßlichen Islamisten, deren Berliner Wohnungen am Donnerstag von der Polizei durchsucht wurden, hatte am Tag des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt Kontakt zum Attentäter Anis Amri. Das geht aus Ermittlungsakten der Generalbundesanwaltschaft und des Bundeskriminalamtes hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Freitagausgaben) vorliegen. Demnach ging der Verdächtige Walid S. am Nachmittag des 19. Dezember 2016 eine halbe Stunde lang mit Amri im Berliner Stadtteil Wedding spazieren. Im Anschluss suchten sie gemeinsam mit einem weiteren tunesischen Landsmann die Masjid-Al-Ummah-Moschee, einen Imbiss sowie für eine Viertelstunde auch den Alexanderplatz auf, Letzteres nur rund drei Stunden vor dem Anschlag auf dem Breitscheidplatz.

Walid S. wurde laut Ermittlungsakten anderthalb Stunden nach dem Anschlag auf dem Breitscheidplatz gesehen. Dies wurde dem RND aus Ermittlerkreisen bestätigt.

Vor einem Jahr riss der Tunesier Anis Amri am 19. Dezember 2016 auf dem Breitscheidplatz elf Menschen in den Tod. 55 verletzte er zum Teil schwer. Mit einem gekaperten Sattelschlepper war er über den Weihnachtsmarkt am Fuße der Gedächtniskirche gerast.