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JU-Chef Ziemiak warnt Union vor weitreichenden Zugeständnissen für Jamaika

Der Vorsitzende der Jungen Union, der CDU-Bundestagsabgeordnete Paul Ziemiak, warnt die Union vor weitreichenden Zugeständnissen in den Jamaika-Sondierungen.

„Die Union darf in dieser Koalition ihren Markenkern nicht verkaufen“, sagte Ziemiak in einem  gemeinsamen Interview mit den Vorsitzenden der Nachwuchsorganisationen von Grünen und FDP mit den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (Samstagausgaben). „Es wird dieses Mal nicht funktionieren, bei der nächsten Wahl alles Schlechte nur auf die anderen zu schieben.“ Die Frage werde sein, ob man es schaffe, „die Handschrift der Union deutlich zu machen“, so dass  die Menschen CDU und CSU zufrieden sein könnten.

Ziemiak verlangte eine Neuausrichtung der CDU. „Auch unsere Partei braucht Wechsel und neue Perspektiven.“ Bei der nächsten Bundestagswahl werde die Union „nicht erfolgreich abschneiden, wenn die CDU nicht klare Punkte macht, eine klare Handschrift zeigt und wenn sie ihre DNA nicht verteidigt“. Dafür sei es notwendig,  dass CDU-intern ausführlich darüber gesprochen werde. „Es kann nicht sein, dass darüber nicht geredet wird“, sagte Ziemiak.

Kritisch äußerte sich der JU-Chef auch zu den bisherigen Jamaika-Sondierungen: „FDP und Grüne haben bisher vornehmlich Schaufensterpolitik für die eigenen Leute betrieben. Es nervt immer mehr, dass da Leute auf dem Balkon in Berlin rumstehen, sich aber in der Sache nicht viel tut.“