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Jamaika-Sondierer wollen Millionenprogramm für mehr Tierwohl in Ställen

Der geschäftsführende Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) kündigt für den Fall einer Jamaika-Koalition ein staatlich finanziertes Förderprogramm für mehr Tierwohl in Ställen an.

„Wir werden 2018 ein staatliches Tierwohllabel einführen, das auf dem Konzept basiert, das ich dieses Jahr vorgestellt habe“, sagte Schmidt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Donnerstag). Es gehe darum, weitere Fortschritte beim Tierwohl zu erzielen. „Außerdem ist es für uns entscheidend, dass die Bauern bei den notwendigen Investitionen Unterstützung erhalten“, sagte der CSU-Politiker. „Deshalb haben wir verabredet, ein Millionen-Programm für Modernisierung und Neubau von Ställen aufzulegen.“

Schmidt zeigt sich außerdem offen für Einschränkungen des Pestizid-Einsatzes in Deutschland. „Beim Pflanzenschutz gilt weiterhin: So viel wie nötig, so wenig wie möglich“, so der Agrarminister. „Wir haben vereinbart, die Anwendung chemischer Wirkstoffe deutlich zu reduzieren und auch neue Mittel auf biologischer Basis zu entwickeln.“ Im Streit um das Pflanzenschutzmittel Glyphosat will der CSU-Politiker die ausstehende Entscheidung der Europäischen Kommission über eine Weiterzulassung abwarten und schließt Zugeständnisse an die Grünen nicht aus: „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir danach den Einsatz zum Privatgebrauch einschränken.“