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Juli-Chef Kuhle: Jamaika bisher kein junges, modernes Projekt

Der Vorsitzende der FDP-Nachwuchsorganisation Junge Liberale, der Bundestagsabgeordnete Konstantin Kuhle, ist unzufrieden mit den Jamaika-Sondierungen.

„Mir ist das alles viel zu unkonkret, um zu sagen, das ist ein junges, modernes Projekt“, sagte Kuhle in einem  gemeinsamen Interview mit den Vorsitzenden der Nachwuchsorganisationen von Grünen und CDU mit den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (Samstagausgaben). Die Wähler der FDP hätten für wirkliche inhaltliche Veränderungen votiert. „Die Menschen, die sich jetzt für die FDP engagieren, haben das erst mal nicht getan, um Angela Merkel eine vierte Amtszeit zu bescheren.“

Angesichts der tiefen Meinungsunterschiede zwischen Union und Grünen sagte Kuhle: „Ein politischer Meinungswettkampf ist gut. Wir wissen als FDP aber auch, dass es den eigenen Kopf kosten kann, wenn eine Regierung vier Jahre lang streitet.“ Ein inhaltlicher Diskurs dürfe „nicht dazu führen, den Respekt vor den anderen zu verlieren“. Kuhle wies auf die bisherigen Koalitionserfahrungen der Liberalen hin: „Nach einer Koalition mit den Grünen sind wir bisher nicht aus dem Parlament geflogen. Unsere Vorsicht gegenüber der Union ist auch deshalb größer.“ Bei der FDP laufe der Erneuerungsprozess und er müsse „jetzt erst so richtig Fahrt aufnehmen“, forderte Kuhle.  „Dazu gehören dann auch neue weibliche Gesichter in der ersten Reihe. Es gibt viele neue Leute in der FDP und die empfinden es als Geschenk, mitmachen und mitentscheiden zu dürfen.“