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Leon de Winter: „Wir müssen die Schwachen weiterhin beschützen können"

Der niederländische Autor Leon de Winter (63, „Geronimo“) hat zu dem Rechtspopulisten Geert Wilders ein zwiespältiges Verhältnis.

In einem Gastbeitrag für die Zeitungen des RedaktionsNetzwerks  Deutschland (RND) schreibt er: „Viele seiner Bemerkungen sind jenseits eines zivilisierten Diskurses. Ich würde ihn mir präziser, analytischer und intellektueller wünschen. Seine anti-islamischen Parolen mögen die Unsicherheit befriedigen, die viele Menschen angesichts einer Zuwanderung von tausenden sehr religiöser Muslime empfinden.“ Aber Wilders habe keine breite Vision für die Zukunft unseres Wohlfahrtsstaates. Für den Schriftsteller ist dies das wichtigste politische Thema überhaupt. Er fordert: „Wir müssen die Schwachen auch weiterhin beschützen können.“

Leon de Winter hat als Autor und Blogger mit islamkritischen Kommentaren für Aufsehen gesorgt. In Bezug auf die sprichwörtliche niederländische Toleranz schreibt er in dem Gastbeitrag für das RND: „Wie sollen wir uns denn gegenüber Menschen verhalten, die Homosexuelle oder Juden nicht als Nachbarn akzeptieren wollen, oder die Erdogan als Helden verehren? Ich denke nicht, dass wir den Intoleranten gegenüber tolerant sein sollten.“