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Linken-Chefin Kipping: „Schäuble betreibt auf dem Rücken der Griechen Wahlkampf“

Die Vorsitzende der Linkspartei Katja Kipping hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vorgeworfen, auf Kosten Griechenlands Wahlkampf zu betreiben.

„Während die Menschen in Griechenland seit Jahren unter den dramatischen Folgen des Kürzungsdiktats leiden, inszeniert sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble als gnadenloser Sparkommissar“, sagte Kipping dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Schäuble betreibt auf dem Rücken der Griechen Wahlkampf“, betonte die Linken-Chefin. Der CDU-Politiker zögere eine Lösung im Schuldenstreit absichtlich hinaus, indem er auf der Beteiligung des Internationalen Währungsfonds an den Krediten für Griechenland bestehe. „Schäuble ist aber selber das größte Hindernis für eine Beteiligung des IWF, indem er jeglichen Schuldenerleichterungen eine Absage erteilt“, sagte Kipping und verwies auf die Forderung des IWF nach einer Reduzierung der griechischen Schuldenlast.

Die Linken-Chefin forderte die Bundesregierung zu umfangreichen Zugeständnissen gegenüber Athen auf: „Die griechische Wirtschaft braucht Schuldenerlass und Investitionen, um sich wieder erholen zu können“, so Kipping. Mit seiner Haltung gegenüber Griechenland schade Schäuble dem Zusammenhalt in Europa. „Schäuble schürt mit aller Gewalt die EU-Verdrossenheit weit über die Grenzen Griechenlands hinaus. Er hat aus dem Brexit und den Wahlergebnissen der Rechtspopulisten offensichtlich nichts gelernt“, sagte Kipping dem RND.

Die Finanzminister der Länder mit dem Euro als Währung wollten am Donnerstagnachmittag über weitere Milliardenkredite für das hoch verschuldete Griechenland entscheiden.