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Linkevicius: „Russisches Säbelrasseln muss aufhören“

Litauens Außenminister Linas Linkevicius hat Russland aufgefordert, die Vorbereitungen für das Großmanöver „Zapad 2017“ an der Ostflanke der Nato zu stoppen.

Wir sind besorgt. Moskau hat 4000 atomwaffenfähige Trägersysteme nach Weißrussland  und an die Grenzen des Baltikums verlegt. Dazu kommen wenigstens 30.000 Soldaten. Dieses gefährliche Säbelrasseln muss aufhören“, sagte Linkevicius dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Russlands Angaben, nach denen lediglich 12.000 Soldaten zum Einsatz kommen, nannte der Minister unglaubwürdig. „Wir müssen wachsam und vorbereitet sein“, erklärte der litauische Chefdiplomat. Laut Linkevicius flog Russland zuletzt im Schnitt zehn verdeckte Flüge pro Woche über das Nato-Gebiet im Baltikum. Im Gegensatz zu „Zapad 2013“ verlegt Russland erstmals Truppen auch nach Weißrussland. „Wir fürchten, dass dort die russische Militärpräsenz dauerhaft sein wird.“ Linkevicius erinnerte an die Annexion der Krim im März 2014, die auch durch ein Manöver eingeleitet worden sei.