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Martin Gore rätselt über den Erfolg von Depeche Mode

Warum war Depeche Mode in Deutschland stets erfolgreicher als im Heimatland England? Im Interview versucht Sänger Martin Gore, darauf eine Antwort zu geben, und kommt auf eine merkwürdige Lösung.

Martin Gore, Sänger der britischen Kultband Depeche Mode, ist erstaunt über den Erfolg, den die Gruppe in Deutschland auch 37 Jahre nach ihrer Gründung noch hat: „Es ist fantastisch, aber ich kann es nicht erklären. Genauso wenig weiß ich, warum bei den Konzerten auch 15-, 16-, 17-Jährige aufkreuzen. Ihre Eltern haben sie wohl gezwungen, Depeche Mode zu hören“, sagte Gore im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
In ihrem Heimatland England waren Depeche Mode stets weniger erfolgreich als in Deutschland, wo die Band bereits 1984 mit „People Are People“ einen ersten Nummer-Eins-Hit landete. Gefragt, ob es deshalb wahrscheinlicher sei, dass Gore das Bundesverdienstkreuz erhalte als von der Queen zum Ritter geschlagen zu werden, entgegnet Gore im RND-Gespräch: „Ich bin mir gar nicht sicher, ob das überhaupt möglich ist, weil ich seit 16 Jahren in den USA lebe.“
An seiner Wahlheimat Kalifornien schätzt Gore das milde, gesunde Klima. Dennoch fühlt er sich nach wie vor als Europäer: „Ich glaube, Europäer fühlen ein bisschen dunkler, oder anders ausgedrückt: Sie geben sich realistischer. Amerikaner sind sehr optimistisch, zu optimistisch“, so Gore gegenüber dem RND.