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Martin Schulz will SPD reformieren

SPD-Chef Martin Schulz verordnet seiner Partei eine Reform der Organisationsstruktur.

„Wir müssen die SPD reformieren. Wir müssen unsere Ziele definieren, und die Partei dann so aufstellen, dass wir sie erreichen können“, sagte Schulz im Interview mit den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND, Mittwoch). „Neben unseren klassischen Kommunikationswegen brauchen wir neue Instrumente. Das will ich anpacken“, fügte der SPD-Chef hinzu.

„Ich stelle immer wieder fest, dass viele Menschen hochinteressiert an einem Austausch mit uns sind. Die treten aber nicht in die Partei ein, und die kommen nicht zum Stammtisch“, so Schulz weiter. „Die SPD muss sich in stärkerem Maße Nichtmitgliedern öffnen. Wir müssen in einen dauerhaften Dialog mit all jenen Menschen aus Wissenschaft, Kunst und Kultur kommen, die uns wohlwollend gegenüberstehen“, forderte der SPD-Chef.

Im Wahlkampf habe die SPD die richtigen Themen, aber nicht genug Zeit gehabt, so Schulz weiter. „Was wir zu Rente, Bildung, Europa vorgelegt haben, ist genau das, was viele Wähler sich wünschen. Wir sind damit nicht durchgedrungen. Womöglich, weil wir nicht genug Zeit hatten“, sagte er wörtlich. Auf die Nachfrage, ob er eher hätte Kandidat werden müssen, antwortete Schulz: „Wahrscheinlich. Im Rückblick ist man immer schlauer.“