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Max Eberl: "Erwartungshaltung ist absurd"

Gladbachs Manager Max Eberl stärkt Trainer Schubert, schließt Wintertransfers nicht aus - und sagt über RB Leipzig: "Man sollte aufhören, von einer Überraschungsmannschaft zu reden!"

Sportdirektor Max Eberl hat die hohe Erwartungshaltung rund um Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach kritisiert. „Dass die Begriffe Mönchengladbach, Champions League und Pflichtaufgabe in einem Kontext stehen, das ist absurd“, sagte Eberl dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vor dem Gruppenspiel gegen Manchester City am Mittwoch. 

Der Erstligist, der sich 2011 erst in der Relegation vor dem Abstieg rettete, hat in den vergangenen beiden Jahren jeweils die Champions League erreicht. „Wir wollen uns nicht hinter unserer Erfolgsgeschichte verstecken und sagen: Das alles war nur Zufall. Nein, das war verdammt harte Arbeit! Wir arbeiten hier Tag und Nacht, um irgendwann mal etwas in der Hand zu halten“, sagte Eberl, mahnte aber zugleich: „Nach 15 Jahren als Abstiegskandidat oder Zweitligist hatten wir kaum eine Phase der Konsolidierung. Wir sind von null auf hundert gegangen. Wir haben eine Dekade übersprungen.“  

Eberl stärkt Trainer André Schubert den Rücken. „Weil ich daran glaube, dass sich die Ruhe in unserem Verein auszahlen wird“, erklärte Gladbachs Manager. „Wir wollen hier Kontinuität haben, und das bedeutet auch, dass man sich nicht vom Wind leiten lässt, der je nach Erfolg oder Misserfolg von hinten oder von vorne kommt.“  

Spielertransfers in der Rückrunde schließt er nicht aus: "Grundsätzlich bin ich kein großer Freund des Winter-Transferfensters. Aber wenn die Situation im Kader aufgrund von Verletzungen es nötig macht, dann muss man diese Möglichkeit nutzen und noch einmal an dem einen oder anderen Rädchen drehen. Im Moment gehe ich nicht davon aus, dass wir etwas machen werden."  

Über Tabellenführer RB Leipzig sagte Eberl: „RB Leipzig ist der ungewöhnlichste Aufsteiger der Bundesligageschichte, der in den letzten drei Jahren 100 Millionen Euro in seinen Kader investiert hat. 100 Millionen! Man sollte aufhören, von einer Überraschungsmannschaft zu reden.“