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Menschenrechtsbeauftragte fordert Familiennachzug für syrische Flüchtlinge

Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung fordert ein Ende der Beschränkungen beim Familiennachzug für syrische Flüchtlinge in Deutschland.

„Ich halte es für eine menschenrechtliche Notwendigkeit, dass syrische Flüchtlinge ihre minderjährigen Kinder und Ehepartner nach Deutschland holen können“, sagte Bärbel Kofler dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Am besten wäre es, wenn wir die Beschränkungen des Familiennachzugs als Gesetzgeber komplett abschaffen könnten“, betonte die SPD-Politikerin zum sechsten Jahrestag des Bürgerkrieges in Syrien.  Dieser sei „ein schwarzer Tag für die Menschenrechte“.

„Nicht nur die Missachtung des humanitären Völkerrechts, sondern vor allem die katastrophale Situation der Kinder im Syrienkrieg erschüttert mich sehr“, sagte Kofler dem RND. „Wenn über drei Millionen Kinder unter sechs Jahren nichts anderes kennen als den Kriegsalltag mit Angst, Tod und Verlust, wenn zwei Drittel einer ganzen Generation traumatisiert sind, dann muss die internationale Gemeinschaft ihre Anstrengungen erhöhen, um dieser Generation zu helfen“, forderte die Menschenrechtsbeauftragte.

Seit einem Jahr haben Bürgerkriegsopfer aus Syrien keinen generellen Anspruch auf Anerkennung als Flüchtlinge nach der Genfer Konvention. Als subsidiär Schutzberechtigte haben sie in Deutschland keine dauerhafte Bleibeperspektive und dürfen keine Familienmitglieder nachholen.