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Merkel sieht Union, FDP und Grüne in der Pflicht

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Parteien einer möglichen Jamaika-Koalition dazu aufgefordert, den Auftrag der Regierungsbildung ernst zu nehmen.

„Wir haben einen Wählerauftrag, mit dem wir umgehen müssen“, sagte Merkel dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch). „Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, ja, unsere Pflicht, daraus eine Regierung zu bilden und vernünftige Politik für die Bürger und unser Land zu gestalten. Ich halte das für möglich.“

Zugleich sah Merkel schwierige Verhandlungen bei ökologischen Fragen wie dem Verbot des Düngemittels Glyphosat auf die Partner zukommen. „Das wird in den Verhandlungen zur Regierungsbildung keine einfachen Diskussionen geben“, sagte Merkel. „Ich versetze mich in die Bauern hinein. Wenn ihnen ein solches Pflanzenschutzmittel gestrichen wird, macht es ihnen das Wirtschaften schwer.“ Merkel mahnte, neben der ökologischen Landwirtschaft nicht die ökonomischen Aspekte zu vernachlässigen.  „Wenn immer mehr Menschen regionale Produkte essen wollen, was ich gut finde, kann es aber nicht sein, dass über die Methoden der regionalen Produzenten immer nur geklagt wird.“