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Merkel verteidigt Auftritte vor pfeifenden Demonstranten

Bundeskanzlerin Angela Merkel will trotz Widerstands und Pfeifkonzerten weiter Orte besuchen, an denen gegen sie demonstriert wird.

„Mir ist es wichtig, auch immer wieder dorthin zu fahren, wo ich nicht nur freundlich empfangen werde“, sagte Merkel im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Donnerstagausgabe). „Viele Menschen, die sich den Trillerpfeifenkonzerten und den Sprechchören nicht anschließen, brauchen Ermutigung dafür, weiter Zivilcourage zu zeigen und dem Hass entgegenzutreten.“  Merkel betonte, dass sie gerade in ihrem Wahlkreis immer wieder das Gespräch mit Kritikern ihrer Politik suche. „Aber wenn jemand nur noch pfeift und brüllt, dann kann man nicht mehr gut reden“, sagte sie dem RND.

Die Bundeskanzlerin kündigte zugleich ein hartes Vorgehen gegen öffentliche Hass-Rhetorik an. „Empörend ist der Hass gegen alle Menschen, die in irgendeiner Weise als fremd oder anders abgelehnt werden. Hier müssen wir klare Grenzen setzen“, sagte Merkel. „Es kann keine Toleranz für Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus oder Homophobie geben. Solches Gedankengut steht im krassen Gegensatz zu unserem Grundgesetz.“