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Merkel will Lebensbedingungen angleichen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat unmittelbar vor der Landtagswahl in Niedersachsen angekündigt, die Ungleichheiten zwischen dem Leben in ländlichen Regionen und in den Städten verringern zu wollen.

„Eine der Hauptaufgaben heißt, gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen den Städten und den ländlichen Räumen in Deutschland zu schaffen“, sagte Merkel im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch). „Das heißt, ein Problem wie die Wohnungsknappheit muss gelöst werden.“

In der nächsten Legislaturperiode werde es darauf ankommen, dass noch mehr bezahlbare Wohnungen gebaut würden. „Wir setzen uns für zusätzliche steuerliche Förderung von Neubauten ein, damit in den Ballungsgebieten mehr Wohnungen entstehen“, sagte Merkel dem RND. „Außerdem werden wir uns in der kommenden Regierung dafür einsetzen, das Wohngeld zu erhöhen.“

Als weiteres wichtiges Thema nannte Merkel die Versorgung mit Ärzten im ländlichen Raum. „Hierzu werden wir künftig u.a. bei der Studienplatzvergabe die Interessen des ländlichen Raums besonders berücksichtigen“, sagte Merkel. Ländliche Problem seien ihr aufgrund des eigenen Wahlkreises sehr vertraut, aber auch dort ändere sich das Leben. „Schnelles Internet gehört heute genauso zur Daseinsvorsorge wie Strom und Wasser“, sagte die Kanzlerin. „Es ist eine Grundvoraussetzung zum erfolgreichen Wirtschaften geworden, auch für viele Bauern. Deswegen wird die neue Bundesregierung den Ausbau der Breitbandversorgung mit aller Kraft vorantreiben“, erklärte Merkel. „Auf dem Lande braucht man im Gegensatz zu den Städten dafür staatliche Unterstützung. Die gilt es zu geben.“