English
Menü

Ministerin Zypries: Normale Arbeitnehmer bekommen zu wenig Gehalt

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) fordert angesichts der immens hohen Vorstandsgehälter eine Entlastung der Arbeitnehmer in Deutschland.

Den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland sagte die sozialdemokratische Ministerin, die vielen Arbeitnehmer, die jeden Tag zuverlässig zur Arbeit gingen, bekämen „zu wenig Gehalt im Monat, um sich und ihren Kindern etwas leisten zu können oder um anzusparen“. Gleichzeitig habe man den Eindruck, dass bei manchem Vorstandsgehalt „die Entlohnung in keinem Verhältnis zur Leistung“ stehe. „Das kann nicht so bleiben, da ist die Politik gefragt, um für Entlastung zu sorgen“, meinte Brigitte Zypries.

Zuvor hatte die Ministerin noch angesichts des Gesetzesvorstoßes der SPD-Fraktion zur staatlichen Begrenzung der Managergehälter davor gewarnt, dass die Politik „nicht ohne Not“ in unternehmerische Entscheidungen, in die Kompetenz der Aufsichtsräte und in die Vertragsfreiheit eingreife. Zur Begründung für den geforderten sozialen Ausgleich zwischen Arbeitnehmereinkommen und Managergehältern sagte die Politikerin: „Das können Sie soziale Gerechtigkeit nennen, oder schlicht gesunden Menschenverstand.“ Dieser Vorstoß könnte die Debatte um ein mögliches Wahlversprechen auf Steuerentlastung beleben.