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Neuer Tiefststand bei tödlichen Arbeitsunfällen in Deutschland

Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle in Deutschland hat im Jahr 2016 mit 557 Fällen einen neuen Tiefststand erreicht.

Das geht aus dem Bericht der Bundesregierung zur „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ hervor, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Mittwochausgaben) vorliegt . Der Bericht wird am  Mittwoch vom Bundeskabinett beraten. Gegenüber 2015 weist die Statistik einen Rückgang der tödlichen Arbeitsunfälle um 7,9 Prozent aus. In 445 Fällen kamen Beschäftigte bei Unfällen im Betrieb ums Leben, 112 Fällen bei Unfällen im Straßenverkehr. Die Zahl der während der Arbeit getöteten Arbeitnehmer ist seit Jahrzehnten rückläufig. Laut Regierungsbericht waren es im Jahr 1990 noch rund 1500.
Im vergangenen Jahr wurden 959 266 meldepflichtige Arbeitsunfälle gezählt. Das entspricht einer Zunahme um 1,5 Prozent. Dieser Anstieg sei jedoch auf die Erhöhung der Erwerbstätigenzahl zurückzuführen, so die Bundesregierung. Den Angaben zufolge ist die Unfallquote je 1000 Vollzeit-Beschäftigte 2016 gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen – von 23,3 auf 23,2.
Bei den Berufskrankheiten zeigt der Bericht einen Rückgang der Verdachtsanzeigen – auf 80 163 Fälle, was einem Minus von 1,9 Prozent entspricht. Die Zahl der Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit stieg dagegen um 0,6 Prozent auf 173 996. Laut Bericht sind psychische Störungen nach wie vor der häufigste Grund für Erwerbsunfähigkeit. 42,8 Prozent der Verrentungen erklären sich durch entsprechende Diagnosen.