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Norbert Röttgen lobt Trumps Pläne für Afghanistan

Ungewohntes Lob für den US-Präsidenten: Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat die neue Afghanistan-Strategie von Donald Trump als „kohärent, rationale und verantwortlich“ begrüßt. Sie sei wesentlich realistischer als die bisherigen Konzepte.

„Ich bin von der Ankündigung des US-Präsidenten überrascht. Erstmals legt Trump eine kohärente, rationale, verantwortliche Strategie in einem wichtigen außenpolitischen Gebiet vor“, sagte Norbert Röttgen (CDU) dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).
Die Pläne zum Ausbau des US-Engagements in Afghanistan markierten „eine Abkehr vom Rückzug in den Nationalismus“, betonte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag und fügte hinzu: „Erstmals zeigt der US-Präsident eine der Welt zugewandte Haltung.“
Röttgen bescheinigte Trump eine realistische Sicht auf die Möglichkeiten westlicher Einflussnahme auf die Lage am Hindukusch. „Trump rückt ab vom republikanischen Interventionismus – also von der Vorstellung, dass die Welt nur dann sicherer wird, wenn überall Demokratien nach westlichem Vorbild entstehen – und zeigt damit ein hohes Maß an Realismus“, sagte Röttgen dem RND.
Es sei weder ein richtiger noch ein realistischer Anspruch, die Welt nach europäisch-amerikanischem Vorbild gestalten zu wollen, so der CDU-Politiker. „Trumps Fokus auf Sicherheitsinteressen spiegelt das militärisch und politisch Machbare wider. Letztlich kann Afghanistan nur aus sich heraus ein funktionierendes Land Staat werden“, betonte Röttgen.