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Özdemir nennt Trumps Afghanistan-Pläne zynisch

US-Präsident Donald Trump will 4000 zusätzliche US-Soldaten in Afghanistan stationieren, um das Land zu stabilisieren. Grünen-Chef Cem Özdemir bezeichnet dessen Strategie als zynisch: „America first“ heiße für Trump in Afghanistan „America only“.

Grünen-Chef Cem Özdemir hat die neue Afghanistan-Strategie von US-Präsident Donald Trump als zu einseitig kritisiert. Zwar sei ein weiteres Engagement der USA in Afghanistan unerlässlich, „aber wie Trump das machen möchte, ist leider vollkommen fehlgeleitet“, sagte Özdemir dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Es ist bitterer Zynismus, das Töten von Terroristen zum Kern der Afghanistan-Strategie zu machen“, betonte Özdemir.
Der Spitzenkandidat der Grünen für die Bundestagswahl wirft dem US-Präsidenten rein innenpolitisch motivierte Beweggründe für seine Ankündigung vor, das militärische Engagement der USA am Hindukusch auszubauen. „Es geht Trump darum, bei seinen Anhängern mit Muskelspielen und harter Rhetorik zu punkten. Worum es ihm nicht geht, ist, den Menschen in Afghanistan wieder eine Perspektive zu geben“, sagte Özdemir dem RND.
Dabei sei dies eine Grundvoraussetzung, um dem Terrorismus in dem Land den Boden zu entziehen. „Solange die Menschen in Afghanistan keine Zukunftsperspektiven haben, keine funktionierende Justiz, keinen Staat, der ihre Sicherheit gewährleisten kann, werden Terroristen ein leichtes Spiel haben.“