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Ramelow fordert anderen Ton in der Flüchtlingspolitik

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) verlangt in der Debatte über Flüchtlings- und Einwanderungspolitik von allen demokratischen Parteien mehr Nüchternheit.

„Mir ist da zu viel Ideologie im Spiel“, sagte Ramelow dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Donnerstag). „In der Praxis geht es doch darum,  Behörden zu befähigen, schneller agieren zu  können.“

Der aus Niedersachsen stammende Politiker meint, auch seine Partei habe  dabei in den vergangenen Monaten Fehler gemacht. „Ich glaube, wir haben als Linke nicht immer den richtigen Ton getroffen“, sagte Ramelow. „Die Menschen haben doch gespürt, dass hier etwas nicht richtig läuft, dass Verwaltungen überlastet sind.“ Auch Unternehmer, die jungen Leuten Chancen geben wollten seien nicht richtig zum Zug gekommen. „In solchen Situationen dürfen wir nicht Angstmachern oder Hasspredigern das Feld überlassen, sondern müssen auch als Linke klar analysieren und deutlich handeln“, sagte Ramelow dem RND. „Wer sich nicht integrieren lassen will, der darf auch keinen Anspruch darauf geltend machen. Umgekehrt sage ich, wer hier richtig ankommen will, der muss auch unsere stützende Hand spüren.“