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Ronja von Rönne bereut Antifeminismus-Artikel

Vor zwei Jahren hat Autorin Ronja von Rönne in einem Text gegen Feministinnen gewettert. Heute würde sie einen solchen Artikel nicht noch einmal verfassen – alleine, um nie wieder Fragen dazu gestellt zu bekommen.

Die Journalistin und Autorin Ronja von Rönne (25) würde ihren umstrittenen Antifeminismus-Artikel heute nicht noch einmal veröffentlichen. In den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) begründete sie dies mit dem anhaltenden Rechtfertigungsdruck. Über ihren polemischen Argumentationsstil sagte sie: „Warum erscheint es allen denn so unfassbar, dass man seine Haltungen feinjustiert oder ändert? Ich versuche, mich in jede Haltung einfühlen zu können. Ich meinte das eher empathisch als wahllos-ignorant.“ Vielleicht wirke sie daher auf manche ein bisschen wie ein verbitterter, alter Mann, sagte von Rönne weiter. „Aber dafür gibt es ja ein schönes, großes Autorenfoto in dem Buch, um solche Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.“
Die Autorin hatte 2015 mit dem Text „Warum mich der Feminismus anekelt“ auf welt.de eine Debatte ausgelöst. Den Axel-Springer-Preis, den sie für den Text erhalten sollte, lehnte sie ab. Gerade ist ihre Kolumnensammlung „Heute ist leider schlecht. Beschwerden ans Leben“ erschienen. Dem RND sagte die Journalistin nun, sie ärgerten die ständigen Fragen, weshalb ihre Texte so wütend seien: „Es stört mich vor allem deshalb, weil ich meine Texte nicht als sehr wütend empfinde. Vielleicht eher als verletzt.“