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SPD-Abgeordneter Klingbeil fordert Neuanfang

Der niedersächsische SPD-Abgeordnete Lars Klingbeil hat nach dem enttäuschenden Ergebnis der SPD bei der Bundestagswahl personelle und inhaltliche Konsequenzen gefordert.

"Wir müssen jetzt gründlich alles hinterfragen. Es darf kein Stein auf dem anderen bleiben", sagte Klingbeil dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Montag).

Klingbeil kritisierte in dem Gespräch die von dem damaligen Parteichef Sigmar Gabriel organisierte Kandidatenkür von Martin Schulz im Frühjahr: "Die Wahl wurde schon im Vorfeld - wie bereits 2013 - mit einer chaotischen Nominierung verloren", sagte Klingbeil. Er forderte personelle Konsequenzen: "Es kann nicht sein, dass da lauter Ich-AGs nur auf eigene Interessen achten. Wer in den vergangenen Monaten immer wieder Foul gespielt hat, sollte sich fragen, ob er nicht besser jetzt aufhört", sagte er dem RND. "Bei unseren Top-Leuten und in den Gremien brauchen wir besseres Team-Spiel und neue Köpfe". Parteichef Martin Schulz schloss Klingbeil dabei aus: "Martin Schulz hat einen Wahlkampf mit unglaublich viel Energie und Disziplin geführt, er hat viele mitgerissen", sagte er. "Die SPD hat ihn erst vor kurzem mit 100 Prozent der Stimmen an die Spitze gewählt. Ich bin davon überzeugt, dass Martin Schulz die Erneuerung der Partei vorantreiben kann."