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SPD-Generalsekretärin Barley wehrt sich gegen Kritik an ihrer Wahlkampfführung

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley setzt sich gegen unterschwellig geäußerte Kritik an ihrer Wahlkampfführung zur Wehr.

„Konkrete Vorwürfe habe ich gar keine gehört. Ich wüsste auch nicht, welche das sein sollten“, sagte Barley im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. „Ich verantworte den Bundestagswahlkampf – und der geht jetzt erst los“, fügte die SPD-Politikerin hinzu. Zu der Kritik, dass sie keine Erfahrung in der Organisation einer Bundestagswahlkampagne habe, sagte Barley: „Die hatten meine Vorgänger auch nicht. Andrea Nahles, Hubertus Heil, Olaf Scholz – für jeden war es das erste Mal.“

„Wenn die Mannschaft verliert, wird der Trainer kritisiert. Und ich bin die Co-Trainerin der SPD“, so Barley weiter. Sie fände die neue Situation interessant. „Wenn die Sonne scheint, sind alle auf Deiner Seite. Erst bei Gegenwind merkst Du, auf wen Du Dich verlassen kannst. Da gibt es dann immer Überraschungen in die eine wie in die andere Richtung.“

Die Äußerungen im Wortlaut:

Frau Barley, die SPD gleicht einer Achterbahnfahrt. Tiefes Tal, schneller Aufstieg, Looping und jetzt steil bergab. Ist ihnen schon schwindelig?

Nein. Ich gebe zu: Es waren turbulente Monate. Sie haben gezeigt, was möglich ist. In die eine, wie in die andere Richtung. Daran müssen sich alle Parteien gewöhnen.

Politisch ist die Ausgangslage jetzt deutlich schlechter. Schmerzen die Niederlangen Sie auch persönlich?

Klar, vor allem die verlorene Wahl in NRW tut mir weh. Ich wurde ja dort geboren. Und Hannelore Kraft war auch eine Quereinsteigerin in die Politik. Ihr Programm, kein Kind zurückzulassen und sich heute zu kümmern, auch wenn sich die Erfolge erst in vielen Jahren zeigen, habe ich immer bewundert.

Es war viel von Fehlern der Landesverbände die Rede. Inzwischen gibt es auch Kritik an Ihnen. Zu Recht?

Konkrete Vorwürfe habe ich gar keine gehört. Ich wüsste auch nicht, welche das sein sollten. Ich verantworte den Bundestagswahlkampf – und der geht jetzt erst los.

Ein Vorwurf lautet, Sie hätten keine Erfahrung in der Organisation eines Bundestagswahlkampfes.

Die hatten meine Vorgänger auch nicht. Andrea Nahles, Hubertus Heil, Olaf Scholz – für jeden war es das erste Mal.

Sie waren in der SPD so etwas wie „Everybodys Darling“. Bei Twitter gab es für Sie Candy-Storms. Wie nah geht Ihnen die Kritik?

Damit muss ich leben. Wenn die Mannschaft verliert, wird der Trainer kritisiert. Und ich bin die Co-Trainerin der SPD. Ansonsten finde ich es interessant. Wenn die Sonne scheint, sind alle auf Deiner Seite. Erst bei Gegenwind merkst Du, auf wen Du Dich verlassen kannst. Da gibt es dann immer Überraschungen in die eine wie in die andere Richtung.