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SPD-Menschenrechtsexperte Schwabe fordert erleichterte Familienzusammenführung für Kinder aus Syrien

Der Menschenrechtsexperte der SPD im Bundestag, Frank Schwabe, fordert rasche Hilfe für kriegstraumatisierte Kinder aus Syrien. „Das Ausmaß des Leidens ist unbeschreiblich. Wir müssen tun, was wir können“, sagte Schwabe dem RedaktionsNetwerk Deutschland (RND).

Der SPD-Politiker mahnt eine „erleichterte Familienzusammenführung“ für syrische Geflüchtete in Deutschland an. Zudem müsse Traumabewältigung in der internationalen Hilfe „eine neue Dimension“ erhalten. „Die humanitäre Hilfe muss endlich dauerhaft ausreichend sein“, forderte Schwabe. Nach einer Studie des Kinderhilfswerks Unicef wurden im vergangenen Jahr 652 syrische Kinder getötet, und die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen. Das vergangene Jahr sei das schlimmste für Syriens Kinder gewesen.

Angesichts der humanitären Folgen des Krieges in Syrien lehnt Schwabe eine Steigerung der deutschen Rüstungsausgaben, wie sie von den USA und weiteren Nato-Partnern gefordert wird, ab. „Die Debatte um eine Erhöhung des Verteidigungsetats um etwa 25 Milliarden Euro wirkt vor dem Hintergrund dieses Leids geradezu obszön. Mit diesem Geld allein aus Deutschland könnte millionenfaches Leid gelindert werden“, sagte Schwabe dem RND.