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Schwesig fordert Nachbesserungen zur sachgrundlosen Befristung

Kurz vor Beginn der GroKo-Verhandlungen fordert die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Manuela Schwesig die Abschaffung sachgrundloser Befristungen in Arbeitsverträgen. „Das Thema muss in den Koalitionsverhandlungen noch einmal auf den Tisch“, sagte Schwesig dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Solche Verträge belasten vor allem junge Leute, die sich eine Perspektive aufbauen wollen. Es ist doch niemandem mehr zu erklären, dass es in Zeiten eines wachsenden Fachkräftemangels so viele sachgrundlose Befristungen gibt“, erklärte die SPD-Politikerin. Etwa jede zweite Neueinstellung in Deutschland ist zurzeit ohne Sachgrund befristet. Der Anteil befristeter Verträge an allen Arbeitsverhältnissen lag zuletzt bei 7,8 Prozent – etwa die Hälfte davon ohne Angabe von Sachgründen. In den Sondierungsverhandlungen gab es bei diesem Thema keine Einigung. Nach RND-Informationen hat Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) gegenüber dem DGB-Vorstand bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert. Im Wahlprogramm von CDU und CSU hieß es, offenkundige Missbräuche von Befristungen müssten abgestellt werden.