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Schwesig wirft Merkel „ Dreistigkeit“ in Frauenpolitik vor

Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig hat scharfe Kritik an der Frauenpolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geäußert.

„Frau Merkel hat in zwölf Jahren wenig für Frauen getan. Vier Wochen vor der Bundestagswahl entdeckt sie nun das Thema für sich. Das ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten“, sagte Schwesig dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Eine ernstgemeinte Frauenpolitik ist Merkel bis heute schuldig geblieben“, fügte die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern hinzu. „Verbesserungen für die Gleichberechtigung konnten nur gegen Frau Merkel erzwungen werden, die auf Druck der SPD eingeführte Frauenquote hat sie verwässert und das Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit blockiert“, kritisierte Schwesig, die bis Anfang Juli als Bundesministerin für Familien, Senioren, Frauen und Jugend im Kabinett saß.

Merkel hatte am Samstag bei einer Veranstaltung der Frauen-Union angekündigt, die Wirtschaft notfalls mit schärferen Regeln zu mehr Frauenförderung zu zwingen.