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Steuergewerkschaft fordert von deutschen Banken „Ehrlichkeitsstrategie“

Der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, fordert von den deutschen Geldinstituten eine „Ehrlichkeitsstrategie“ bei der Aufklärung der umstrittenen Cum-Ex-Aktiengeschäfte.

Im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) verwies Eigenthaler auf eine Entscheidung des hessischen Finanzgerichts, das Cum-Ex-Geschäfte als „klar rechtswidrig“ gewertet hatte. Das Urteil war von der Commerzbank akzeptiert worden. „Alle anderen Banken sollten sich ein Beispiel nehmen und eine ‚Ehrlichkeitsstrategie‘ fahren“, meinte Eigenthaler. Sie könnten sich auch an der „Weißgeld-Strategie“ der Banken in der Schweiz und in Liechtenstein orientieren. Die Zeiten der Verschleierung seien vorbei. „Es geht um den immer schlechter werdenden Ruf der Branche“, betonte der Chef der Steuergewerkschaft.

„Süddeutsche Zeitung“, WDR und NDR hatten berichtet, dass sich Erfolge bei den Ermittlungen wegen der Cum-Ex-Geschäfte abzeichneten. Banken und Börsenhändler sollen den Fiskus um mehr als 10 Milliarden Euro gebracht haben. Nun sei nach jahrelangen Ermittlungen der Durchbruch gelungen.