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Trittin fordert Kurswechsel bei den Grünen

Angesichts des Umfragehochs der SPD besteht die Chance auf eine Regierung ohne die CDU, sagt Jürgen Trittin und fordert einen Kurswechsel der Grünen. Die Partei brauche „Mut zur Zuspitzung“.

Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin fordert seine Partei angesichts der stark gestiegenen Umfragewerte für die SPD zu einem Kurswechsel auf. „Die Grünen müssen ihre Wahlkampfstrategie an die neue Situation anpassen“, sagte Trittin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Plötzlich biete sich seiner Partei die Chance, nach der Bundestagswahl eine Regierung ohne die CDU zu bilden, so Trittin.
Dazu müssten sich die Grünen jedoch eindeutiger positionieren. „Angesichts einer zunehmenden Rechts-Links-Polarisierung der Gesellschaft müssen wir klarer sagen, auf welcher Seite wir stehen: auf der Seite der offenen Gesellschaft, der globalen Gerechtigkeit und ökologischen Verantwortung“, forderte Trittin.

Das Umfragehoch der SPD führt der Grünen-Politiker auf ein wachsendes Unbehagen an der Union und Kanzlerin Angela Merkel zurück. „Der vielen noch unbekannte Schulz ist die Projektionsfläche des Überdrusses an Merkel“, sagte Trittin dem RND. „Die Umfragen zeigen: Der Wunsch nach Veränderung ist groß, es kommt jetzt auf die Mobilisierung der Menschen an“, sagte der Parteilinke und forderte: „Wir Grüne müssen den Mut zur Zuspitzung aufbringen und eine klare Kampfansage gegen die Flüchtlings- und Europa-Politik von Angela Merkel, Wolfgang Schäuble und Horst Seehofer formulieren.“

Ziel seiner Partei sei es, bei der Bundestagswahl im Herbst ein zweistelliges Ergebnis zu erzielen. „Wir wollen zweistellig werden, das ist das Ziel. Wir wollen das Ergebnis erzielen, das wir 2009 schon einmal hatten“, betonte der Niedersachse.