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Trumps Äußerungen „wirr“ und „brandgefährlich“

Der SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz hat US-Präsident Donald Trump nach dessen neuerlichen Äußerungen zu den rassistischen Vorfällen in den Vereinigten Staaten scharf angegriffen.

„Die Verharmlosung der Nazi-Gewalt durch die wirren  Äußerungen von Donald Trump ist brandgefährlich“, sagte Schulz den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND). „Wir dürfen uns an die Ungeheuerlichkeiten aus dem Mund des Präsidenten nicht gewöhnen.“ Den Kampf gegen Hass, Rassismus und Antisemitismus gewinne man nur mit einer klaren Haltung gegen die Ideologie und Gewaltbereitschaft dieser Hetzer, so Schulz. „Das gilt in Deutschland wie in den USA“.

Der SPD-Mann mahnte, aus den Ereignisses in den USA die richtigen Konsequenzen auch in Deutschland zu ziehen: „Wir müssen alles dafür tun, dass es bei uns nicht so weit kommt wie in Amerika“, sagte Schulz dem RND, „wir müssen denen, die Hass säen, entschieden entgegentreten. Immer. Und überall.“

Am vergangenen Wochenende hatte in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia ein rechtsradikaler Amerikaner sein Auto in eine Menschenmenge gesteuert, eine Frau starb. Am Dienstag relativierte Trump die Tat. Von beiden Seiten der Demonstranten sei Gewalt ausgegangen, so Trump in einer Pressekonferenz.