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Türkische Gemeinde warnt vor Verbindungen zwischen Erdogan und Osmanen Germania

Die Türkische Gemeinde in Deutschland hat mit Blick auf das bevorstehende Referendum in der Türkei vor engen Verbindungen zwischen Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und der deutsch-türkischen Rockervereinigung Osmanen Germania gewarnt.

„Die Mitglieder der Gruppe träumen wie Erdogan von der Wiederherstellung des früheren Osmanischen Reiches. Sie fühlen sich Erdogans Ideen sehr nahe und sehen in ihm einen Führer“, sagte der Verbandsvorsitzende Gökay Sofuoglu dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Die Mitglieder sehen sich als Verfechter national-islamistischer Ideen.“ Sofuoglu schloss nicht aus, dass Erdogans Staatspartei AKP die Gruppierung mit Verbindungen zur organisierten Kriminalität direkt finanziert.

Die Linken-Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen sagte dem RND, Erdogan diene neben dem Moscheeverband Ditib auch die Rockervereinigung Osmanen Germania als verlängerter Arm in Deutschland. „Es liegt absolut nahe, dass der türkische Geheimdienst MIT in die Führungsstrukturen der Osmanen Germania involviert ist.“ Es sei zu befürchten, dass Drogenhandel, Geldwäsche und Gewalttaten gegen kurdische Gruppen und vermeintliche Gülen-Anhänger vermutlich nicht nur unter den Augen des MIT, sondern auch unter dessen Anleitung stattfinden. „Die Bundesregierung muss endlich dafür Sorge tragen, dass Erdogan seine Kampfzone in Deutschland nicht immer mehr ausweitet“, sagte Dagdelen.

Die Osmanen Germania gilt als die am schnellsten wachsende Rockervereinigung Deutschlands mit zurzeit rund 2500 Mitgliedern.