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Umweltministerin Hendricks zieht düstere Zwischenbilanz der Welt-Klimakonferenz

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat vor dem für Mittwoch geplanten Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und des französischen Präsidenten Emmanuel Macron eine kritische Zwischenbilanz der Weltklimakonferenz in Bonn gezogen.

„Die bisher eingereichten Klimaschutzbeiträge reichen nicht aus, um die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen“, sagte Hendricks den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND, Mittwochsausgaben) und mahnte bei allen Vertragsunterzeichnern mehr Ehrgeiz an. „Hier in Bonn und nächstes Jahr in Kattowitz müssen wir einen Fahrplan entwickeln, wie wir die globale Klimaschutzlücke schließen“, betonte Hendricks.

Dabei appellierte Hendricks an die Teilnehmer, sich nicht durch schwierige Verhandlungsbedingungen bremsen zu lassen. „Hier in Bonn sind sie unter sehr guten Bedingungen schwierig“, so Hendricks. Erleichtert zeigte sich Hendricks über das bisherige Auftreten der USA beim Klimagipfel. „Wir mussten ja noch vor einem halben Jahr befürchten, dass die USA sich hier zum Blockierer entwickeln würden. Diese Befürchtung hat sich nicht bewahrheitet, das ist die  vielleicht wichtigste Erkenntnis der ersten Verhandlungstage“, sagte Hendricks dem RND. Die USA verhielten sich „neutral“.