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Von der Leyen: „Trump hätte besser geschwiegen“

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, durch seine Wortwahl zur Eskalation des Nordkorea-Konfliktes beizutragen.

„Jeder Tropfen Öl, der beim Thema Nordkorea ins Feuer gegossen wird, ist zu viel“, sagte von der Leyen im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Präsident Trump hätte besser geschwiegen“. Trump sage „zu vielen Themen in einem Moment das eine und im nächsten das Gegenteil“, so von der Leyen. Selbst Insider in Washington wüssten nicht mehr, „was vom Handeln des Präsidenten Strategie und was impulsiv“ sei.

Von der Leyen sieht als Konsequenz einen Einflussverlust der USA in der Weltpolitik: „Das sprunghafte und teils widersprüchliche Agieren des amerikanischen Präsidenten führt bereits dazu, dass viele Akteure das Thema Sicherheit verstärkt unabhängig von ihm angehen“, sagte von der Leyen dem RND, „auch Europa muss jetzt mehr Verantwortung annehmen“. Zugleich müsse man alles dafür tun,  „dass das Band zu Amerika dauerhaft stark bleibt“. Kim und Trump trügen nun „beide“ Verantwortung für eine friedliche Lösung. Dass es so weit gekommen sei, liege allein daran, „dass Kim die Welt mit seinen aggressiven Muskelspielen seit Jahren rücksichtslos provoziert“, so die Verteidigungsministerin.