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Wirtschaft für Sofortmaßnahmen zur Standortstärkung

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag warnt vor dem Zusammenbruch des deutschen Wirtschaftsmodells.

DIHK-Präsident Eric Schweitzer sagte den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland: „Wir laufen Gefahr, Industrieanteile und damit auch einen Teil unserer Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren.“

So hätten sich die Erwartungen beim Export allein in diesem Jahr von 3,5 Prozent Wachstum „besorgniserregend“  auf nur noch zwei Prozent reduziert. Stattdessen laufe der Konsum, auch dank der zuletzt hohen Lohnabschlüsse, auf Hochtouren. „Die Architektur unseres Wirtschaftsmodells beginnt sich zu verschieben.“ Aber Deutschland könne nicht allein davon leben, „dass wir uns gegenseitig die Haare schneiden“, sagte Schweitzer.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, stellte Schweitzer fünf Sofortforderungen: Verlässliche Ausnahmeregelungen bei der EEG-Umlage für die energieintensive Industrie,  eine flächendeckende Versorgung mit Glasfaserkabel, eine weitere Flexibilisierung des Arbeitslebens, vereinfachte Standortgenehmigungen und Steuerentlastungen. „Im internationalen Vergleich gibt es in Deutschland für Unternehmen eine zu hohe steuerliche Belastung. Da darf man sich nicht wundern, wenn trotz einer Null-Zins-Situation zu wenig investiert wird.“